Gesicht - Operativ

Lidstraffung 
Ober- und Unterlid

Schlupflider und Tränensäcke lassen die Augenpartie müde wirken. Eine Lidstraffung entfernt überschüssige Haut und korrigiert Fettgewebe – für einen wachen, frischen und natürlichen Ausdruck.

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Im Überblick

Die wichtigsten Fakten

Bevor Sie sich mit Details zu Ablauf, Heilung und Risiken beschäftigen, lohnt sich der 
grobe Rahmen: Wie lange dauert der Eingriff, wie stark schränkt er Ihren Alltag ein, und 
womit können Sie realistisch rechnen? Die folgenden Eckdaten fassen zusammen, was 
die meisten Patientinnen und Patienten vorab wissen möchten – ausführlich erklärt in 
den Kapiteln darunter.

Behandlungsdauer
45–120 Minuten
Oberlid 45-90, Unterlid 60-120
Narkoseart
Örtliche Betäubung
auf Wunsch mit Dämmerschlaf
Aufenthalt
Ambulant
Heimweg nach 1-2 Std., in Begleitung
Schmerzen
Gering bis moderat
gut beherrschbar mit Kühlung
Arbeitsfähigkeit
Nach ca. 7–10 Tagen
Bürotätigkeit
Gesellschaftsfähig
Nach 2-3 Wochen
Spuren meist nicht mehr sichtbar
Narben
In der Lidfalte
Unterlid teils ganz ohne äußeren Schnitt
Haltbarkeit
8-15 Jahre
individuell, Fachliteratur DGPRÄC/DGÄPC
Nachsorge
Engmaschig begleitet
bis zur Abschlusskontrolle

Alle Angaben sind Richtwerte und können individuell abweichen. Verbindliche Angaben erhalten Sie im persönlichen Beratungsgespräch.

Eignung

Für wen ist die Lidstraffung geeignet?

„Du siehst müde aus" gehört zu den häufigsten Sätzen, die Patientinnen und Patienten vor einer Lidstraffung hören. Ursache ist meist der natürliche Alterungsprozess der besonders dünnen Lidhaut – manchmal auch reine Veranlagung, bereits ab Mitte 30.

Gute Voraussetzungen

  • Sichtbarer Hautüberschuss am Oberlid oder hervortretende Tränensäcke
  • In ausgeprägten Fällen: Einschränkung des Gesichtsfelds (funktionelle Indikation)
  • Meist 40-70 Jahre, entscheidend ist der Befund, nicht das Alter
  • Guter Allgemeinzustand, realistische Erwartungen

Nicht geeignet

  • Unbehandelte Augenerkrankungen, entgleister Diabetes, unkontrollierter Bluthochdruck
  • Blutgerinnungsstörungen, Schwangerschaft und Stillzeit
  • Abgesunkene Augenbraue als eigentliche Ursache (dann eher Stirnlifting)
  • Reine Hautqualitätsprobleme ohne Überschuss (dann eher Laser/Morpheus8)

Die Fachgesellschaft DGPRÄC empfiehlt vor dem Eingriff in bestimmten Fällen eine augenärztliche Voruntersuchung von Sehvermögen, Tränenproduktion, Augenhintergrund und Augendruck.

Vorteile

Was eine Lidstraffung für Ihre Ausstrahlung leisten kann

Wacherer, 
offener Blick

Der Hautüberschuss wird entfernt – der häufig beklagte „müde Ausdruck" wird gemildert.

Natürliches Ergebnis

Millimetergenaue, behutsame Technik erhält Ihren individuellen Ausdruck – kein „operierter" Blick.

So läuft die Behandlung ab

Von der Beratung 
bis zum Endergebnis

Beratung und Untersuchung

Gespräch über Wünsche und realistische Erwartungen, Untersuchung von Liedern, Brauenposition und Hautqualität. Danach bewusste Bedenkzeit.

Heilungskompass

Ihr Heilungsverlauf 
im Überblick

Von Tag 1 bis Monat 6 – so entwickelt sich das Ergebnis
in etwa. Individuelle Verläufe können abweichen.

Tag 1
Spannungsgefühl, zunehmende Schwellung, beginnende Blutergüsse. Konsequent kühlen, Kopf hochlagern.
Tag 2-7
Schwellungen und Verfärbungen erreichen ihren Höhepunkt und klingen ab. Fäden ab Tag 5–10.
Woche 2-3
Verfärbungen weitgehend abgeklungen, gesellschaftsfähig, Rückkehr an den Arbeitsplatz möglich.
Monat 3
Schwellungen vollständig abgeklungen, erste Kontrolle des Zwischenergebnisses.
Monat 6
Endgültiges Ergebnis sichtbar, Lidkontur vollständig eingespielt.

Expertise

Worauf es bei der Lidchirurgie ankommt

Die Lidregion verzeiht wenig: Die Haut ist die dünnste des Körpers, wenige Millimeter entscheiden über ein natürliches Ergebnis. Insbesondere die Unterlidstraffung erfordert millimetergenaues Arbeiten – eine zu großzügige Hautentfernung kann zum Auswärtsdrehen des Lids führen.

Fragen & Antworten

Alles, was Sie vorab wissen möchten

Was erwartet mich bei der ersten Beratung?

Wir sprechen ausführlich über Ihre Wünsche und realistische Erwartungen. Danach untersuchen wir Lider, Brauenposition, Hautqualität und Fettverteilung. In bestimmten Fällen empfiehlt die Fachgesellschaft DGPRÄC vorab eine augenärztliche Untersuchung, auch das besprechen wir mit Ihnen. Sie haben nach dem Gespräch bewusst Bedenkzeit. Für das ausführliche ärztliche Gespräch berechnen wir einmalig 50 €, zahlbar vor Ort.

Wie wichtig ist die persönliche Beziehung zwischen Arzt und Patient?

Sehr wichtig. Die Lidregion verzeiht wenig, denn schon wenige Millimeter entscheiden über ein natürliches Ergebnis. Dafür braucht es Vertrauen und ein offenes Gespräch darüber, was Sie stört und was medizinisch sinnvoll ist. Im Beratungsgespräch entscheiden Sie gemeinsam mit uns, wer Sie operiert.

Wie kann ich sicher sein, dass das Ergebnis natürlich aussieht?

Eine Garantie für ein bestimmtes Ergebnis gibt es nicht. Wir arbeiten millimetergenau in der natürlichen Lidfalte, damit Ihr individueller Ausdruck erhalten bleibt, und vermeiden bewusst eine zu großzügige Hautentfernung. Was bei Ihnen realistisch ist, besprechen wir vorab ehrlich mit Ihnen.

Wie finde ich heraus, welche Behandlung zu mir passt?

Eine Lidstraffung kommt infrage, wenn überschüssige Haut am Oberlid auf den Wimpern aufliegt oder Tränensäcke hervortreten. Liegt die Ursache woanders, etwa in einer abgesunkenen Augenbraue, kann eine Augenbrauenanhebung oder ein Stirnlifting sinnvoller sein. Bei reinen Hautqualitätsproblemen ohne Hautüberschuss kommen Laser oder Radiofrequenz-Microneedling in Betracht. Das klärt die Untersuchung.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen ästhetischen Eingriff?

Ein „richtiges Alter“ gibt es bei der Lidstraffung nicht. Die meisten Patientinnen und Patienten sind zwischen 40 und 70 Jahre alt, manchmal macht sich die Veranlagung aber schon ab Mitte 30 bemerkbar. Entscheidend sind der Befund und ein guter Allgemeinzustand. Während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei unbehandelten Augenerkrankungen ist der Eingriff nicht geeignet. Ob der Zeitpunkt für Sie passt, klärt das Beratungsgespräch.